Wenn die Realität andere Pläne bereithält

Geplant war der Umzug dieses Blogs. Mir ist WordPress etwas zu begehrt bei den dunklen Mächten des Internet. Täglich gibt es mindestens 35 ausgesperrte IP-Adressen, weil diese permanent versucht haben sich hier einzuloggen.

Aus diesem Grund habe ich eine Möglichkeit gesucht, die Inhalte „statisch“ über einen einfachen Webserver bereitzustellen. Ohne all den Komfort, den ich nicht nutze, den WordPress mitbringt. So bin ich auf Hugo gestoßen. Die ersten Tests auf meinem lokalen Rechner waren vielversprechend.

Also habe ich mich auf die Suche nach einem Theme gemacht, das eine Suche bereitstellt. Gefunden habe ich einige. Davon einige extrem komplexe und komplizierte und einige die nicht funktionieren wollten. Da ich auf der Suche nach etwas einfachem bin entschied ich mich für … tja und hier hänge ich fest.

Denn es kam etwas dazwischen. Die Realität, das echte Leben.

Ich brauchte schnell eine Lösung für meine Nextcloud und Immich. Mein „Homeserver“ auf Basis eines MiniPC mit zwei USB-Drives im RAID-1 Verbund begann Ausfallerscheinungen zu zeigen. Außerdem war es nicht so einfach möglich andere dazu zu bringen sich Tailscale zu installieren, um mit Ihnen Dateien und Bilder zu teilen.

Also entschied ich mich zu einem Wechsel auf einen virtuellen Server bei Hetzner für meine Online Dienste. Damit das gut und sicher funktioniert hatte ich eine steile Lernkurve zu absolvieren, um einen Nginx Reverse Proxy „sicher“ aufzusetzen, Brute Force Prevention und Intrusion Detection & Prevention zumindest zum Start rudimentär bereitzustellen. Und dazu kam die Hetzner Plattform, die Installation eines komplett verschlüsselten Systems, um die Daten „at Rest“ zu verschlüsseln, so dass der Provider diese nicht einsehen kann. Und die Anbindung von Storageboxen, um die Daten vollständig verschlüsselt dort zu speichern. Denn ein SSD Volume mit 500 GB kostet unfassbar viel und Storage Boxen sind relativ günstig.

Auf diesem Weg lernte ich etliche neue Software kennen, verbrachte einige Zeit mit Recherchen und lernte jede Menge, auch was Linux und die Systemverwaltung angeht.

In diesem Zuge stellte ich fest, dass mein Notiztool (Anytype) wirklich eine super Hilfe ist, aber auch ein großer Haufen Müll, in Bezug auf die Inhalte. Dort kumuliert sich alles mögliche in unübersichtlicher verknüpfter Form. Ohne Struktur, die ich als Menschen benötige, um mich zu orientieren. Die Suchfunktion alleine reicht nicht, um sich in dem Berg aus Notizen zurechtzufinden. Also gehe ich, auch um Geld zu sparen, einen Zwischenschritt über Nextcloud Collectives.

Deshalb habe ich neu priorisiert. Getreu Skill Nr. 1 (Adaptabilität) und Nr. 3 (Fokus).

  1. Online Server aufbauen, absichern, sichern
  2. Notizen in die Nextcloud umziehen
  3. Aufgaben in die Nextcloud umziehen
  4. Immich umziehen auf den online Server
  5. Restarbeiten und Dokumentation
  6. Pause
  7. Notizverwaltung (ein leidiges Thema) noch einmal auf den Prüfstand stellen.
  8. In 2027 das Blog umziehen.
    (Denn mittlerweile habe ich für ein weiteres Jahr Infomaniak bezahlt. Das wäre verloren, wenn ich jetzt umziehe.)

Ich habe mich daraufhin komplett auf die einzelnen Schritte fokussiert. Dadurch konnte ich bis zum Punkt 4 alles umsetzen und bin mitten in Schritt Nr. 5. Und das nach dem Start am 15.06.2026. Neben einem Vollzeit-Job, Familie, Hobbies und dem ganz normalen Leben.

Hier hat sich für mich gezeigt, dass die Theory of Constraints (TOC) funktioniert. Wenn Du Dich maximal fokussierst, dann kannst Du innerhalb kürzester Zeit extrem viel schaffen.

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